Infos, Tips, FAQs

Sattelunterlagen 

dienen nicht nur dazu, das Leder der Sättel vor dem Schweiß der Pferde zu schützen. Auch sie müssen passen und von guter Qualität und durchdachter Bauweise sein.

Schabracken, Decken, Western/Filzpads etc. sollten in Material, Form und Stärke der Rückenform und Muskulatur des Pferdes entsprechen und die Passform des

Sattels ideal ergänzen. Viele der derzeitig auf dem Markt befindlichen Unterlagen sind leider unzureichend anatomisch geformt, ihre Einfassungen, Nähte und Kordeln oder Klettverschlüsse  können Druck-und Scheuer-Stellen verursachen. Haftgitter, Moosgummi, Gel oder sonstige ähnliche Materialien mit Grip/gegen Rutschen gehören nicht

auf das Fell unserer Pferde!

Es kann beispielsweise auch an der Bauweise der Sattelunterlage liegen, wenn ein passender Sattel vor oder zurück rutscht.

Die individuellen Reit-Vorhaben und sogar die Fellfarben der Pferde können sehr spezielle Pad-Arten und Materialien erforderlich machen.


Lederfarben fallen am Sattel aufgespannt/verarbeitet meistens etwas heller aus, als auf Farbtafeln oder Fotos.

Sie können zwischen den gelieferten Chargen auch stark variieren. Dies gilt insbesondere für Ölungen/Finishes.


Maße: Manchmal sollte man genau DEN probe gesessenen Sattel zu kaufen, denn manche Modelle haben fertigungsbedingte ToleranzenDiese liegen (je nach Hersteller) zwischen wenigen mm und einigen cm! und darum kann es sein, das eine kundenspezifische Anfertigung nicht ratsam ist, wenn keine genau definierten Maße und Toleranzen bestellbar sind.

Bitte sprechen Sie mich diesbezüglich an ! Ich gebe jedem Kunden realistische und ehrliche Empfehlungen.


Schweissbilder können ein interessantes Feedback geben, werden aber häufig völlig falsch interpretiert. Ihre Beurteilung erfordert viel Erfahrung und Detailkenntnisse (zB Reitergewicht, Außentemperatur, Sattelmodell, genaue Materialzusammenstellung von Pad/Polsterung, Trainingszustand, Strecke/Reitzeit, Gangarten, Tempi, Reitersitz uvm.) 

Unser Ziel sollte es sein, die Sattellage möglichst trocken und glatt zu halten und zu verhindern, das sie überhitzt.Im Hochsommer ist das häufig schwierig - ein Absatteln in den Ritt-Pausen sollte dann selbstverständlich sein


Sicherheits-Steigbügel: 

Sollen bei einem Sturz das Hängenbleiben mit dem Fuß verhindern. Leider ist dieser Effekt aber bei den meisten nicht gegeben. Gummierte oder lederummantelte Seitenteile zB halten einen verkanteten Fuß besonders gut fest. Einseitige Gummistraps lösen sich nicht immer. Geschwungene Seiten sind auch kein Garant dafür, im Notfall rasch aus dem Bügel zu kommen.

Sturzfedern an Sätteln öffnen sich nicht zuverlässig und die Bügelriemen können darin festgeklemmt sein.  Nach meiner Erfahrung sind Steigbügel mit breiten Trittflächen und glatten Innenwänden + ein zur Schuhgröße passender Korb zu empfehlen. Leider werden die von mir gerne empfohlenen Swiss Clips (für Fillis Steigbügel kompatibel)  derzeit nicht mehr produziert. Ich bleibe aber am Ball, denn viele Kunden wünschen sich eine Neuauflage

 


F  A  Q

Sollten baumlose Sättel angepaßt werden?

Defintiv Ja! Die meisten baumlosen sind zwar toleranter (da grundsätzlich weiter und lockerer) aber sie liegen nicht automatisch richtig. Dies gilt besonders für die festeren Fabrikate wie zB Freeform und Startrekk Modelle. Auf eine wirklich gute Beratung und Anpassung sollte nicht verzichtet werden, wenn man selbst keine Kenntnisse und Erfahrungen auf diesem Sektor hat.Trotzdem wird ein geübter Sattelfitter mittels optimaler Pad-Polster-Kombination ein im Detail feineres Ergebnis liefern.

 

Sind die Sättel von der Druckverteilung her für schwere Reiter geeignet?

Prinzipiell schon, einige Sättel sind für mehr Gewicht ausgelegt. Jedoch wird die Tragfähigkeit von Pferden häufig überschätzt und so werden viele mit Gewichten belastet, die sie -egal ob mit oder ohne Baum- auf Dauer nicht verkraften. Ermüdungsanzeichen, körperliche Veränderungen und sogar Lahmheiten werden nicht wahrgenommen oder falsch gedeutet. Häufig zeigt sich,  das schwere Reiter in sehr weichen flexiblen Sätteln für mehr 'flow' der Bewegungen vom Pferd müheloser getragen werden können, als mit starren Sattelbäumen.

 

Kann ich: 

Mit einem Sattel mehrere Pferde reiten?

Das geht mit manchen Modellen problemlos. Es muss sich bei der Sattel-Wahl an den kürzesten und breitesten Pferden orientiert werden. Jedes bekommt seine eigene Pad-Polster-Kombi und so kann der Sattel ohne Umbau-Maßnahmen umgelegt werden.

 

Mein Jungpferd baumlos anreiten?

Ja. Das jeweilige Modell sollte natürlich perfekt passen und stabil liegen. Eventuell ohne hohe Vorderzwiesel und Cantle hinten sein, um nötigenfalls rasch absteigen zu können. Auch Fellsättel und Barebackpads sind zum Anreiten empfehlenswert.

 

Springen?

Jain- Hopser und größere Galoppsprünge sind normalerweise möglich, je nach Pferdefigur, Sattelmodell und Reitergewicht auch etwas höhere. Für sportlichere Spring-Ambitionen rate ich zu einem Sattel mit Baum.  

         

Wird die Steigbügelaufhängung drücken?

Bei vielen baumlosen Fabrikaten ist das tatsächlich ein Problem, aber im Bereich der hochwertigeren baumlosen sehr selten der Fall. Bei jedem Sattel (egal ob mit Baum oder ohne) kann es zu Problemen im Bereich der festen Elemente (das können auch zu harte Kissen oder zu feste Einlagen sein) kommen und der Druck steigt mit dem Gewicht des Reiters.

 

Liegen die Sättel auch nicht auf der Wirbelsäule?

Nein, die Wirbelsäulenfreiheit wird über eine geeignete Polsterung erzielt.

 

Bleibt die Schulter frei?  "der liegt doch zu weit vorn..."

Tatsächlich ist die hervorragende Schulterfreiheit eines der stärksten Argumente für zB die Freeform Modelle. Das Sattelblatt kragt zwar vor, aber da die Sättel eine flexible Front haben, kein Kopfeisen verbaut ist, machen sie soweit auf wie nötig. Unterstützt wird die Schulterfreiheit durch optimale Polsterung.

 

Kann man vom Boden aus aufsteigen?    

Wahrscheinlich ja, wenn: Das Pferd Konturen hat, der Reiter nicht zu schwer, flink und geschickt ist beim Aufsteigen. 

Wahrscheinlich eher nicht, wenn: Die Pferdefigur kugelrund und ohne erkennbaren Widerrist ist, der Reiter etwas schwerer und/oder sich etwas mühsam an Pferd und Sattel hochzieht. Sättel mit tiefem Seitenblatt liegen meistens stabiler als Enduro-Modelle.  ABER ich empfehle jedem Reiter, stets eine ausreichend hohe Aufsteighilfe zu benutzen, da schonender für das Pferd.

 

Mit welcher Lieferzeit muss ich rechnen?

Für kundenspezifische Anfertigungen betragen die Lieferzeiten (je nach Hersteller) zwischen 4 und 12 Wochen. Tip: Fragen Sie nach meinen Lagerbeständen

 

Haben Sie auch gebrauchte Sättel?

Nur wenige aus Inzahlungnahmen oder wenn meine Vorführ-und Testmodelle gewechselt werden. Die Ersparnis ist im Vergleich zum neuen Sattel nicht sehr groß (10 bis maximal 20%) weil ich die Sättel in sehr gutem Zustand abgebe, dazu gleichen Service biete-  allerdings nur im Umkreis bis max. 50 km.

 

Fahren Sie Sattel Touren nach ...?

Leider nein - man kann nicht überall sein und erfahrungsgemäß später keinen zeitnahen Folge-Service für viele sehr weit entfernte Kunden bieten. Auch sind umfangreiche Organisationen für eine Tour gleich hinfällig, wenn dann kurzfristig nur 1 Teilnehmer absagt. Die Fahrt-Arbeitszeit für weite Strecken ergibt entsprechend hohe Fahrtkosten. Die wenigsten Interessenten sind bereit, diese zu zahlen. Meine reguläre Region befindet sich darum im überschaubaren Umkreis von ca. 150 km von PLZ 58802 Balve.

 

Ich habe Sattel 'xy' bei ... gekauft. Können Sie mir helfen?

Aus Kapazitätsgründen betreue ich nur von mir ausgelieferte Sättel, denn auch der Folge-Service gehört selbstverständlich dazu.  Aber ich passe diese Sättel bei evtl Verkauf im nahen Umkreis auch wieder neu an. 

 

Nehmen Sie meinen Sattel in Zahlung?

Eventuell ja- Bei Neukauf nehme ich manche Sättel, wenn diese auch von mir geliefert wurden, wieder in Zahlung. Das wird im individuellen Fall, nach genauer Begutachtung entschieden und bewertet und dann ggf. ein Angebot unterbreitet.

 

Nehmen Sie Sättel in Kommission?

Nein, grundsätzlich nicht.